wurde 1978 von Professor Willi Gundlach gegründet und machte sich unter seiner Leitung weit über die Grenzen Dortmunds hinaus einen Namen als Ensemble mit besonderem Qualitätsanspruch. Die Arbeit dieser Jahre ist auf zahlreichen, z. T. viel beachteten CD-Einspielungen dokumentiert. Seit 2007 ist Ulrich Lindtner künstlerischer Leiter des Chores.

Das hohe technische und interpretatorische Niveau, das der Chor in seinen meist semesterweise wechselnden Konzertprojekten immer wieder anstrebt, korrespondiert mit einer anspruchsvollen Repertoireauswahl. In einem weit gesteckten historischen und stilistischen Horizont werden bedeutende Werke zu spannungsvoll komponierten Programmen zusammengeführt. Erwähnenswerte Beispiele sind hier etwa „L'heure émouvante“ mit selten aufgeführter Chormusik von Lili Boulanger und George Auric (2007) oder das Programm "Which was the son of…" (2009), in dem sich die entfernten Klangwelten Josquin Desprez' und Arvo Pärts' einander begegneten. Mit Hugo Distlers Epoche machendem "Mörike-Chorliederbuch" führte der Kammerchor 2011 die große Distler-Tradition des Chores fort. Doch das Ensemble stellt sich auch den Herausforderungen jenseits der Kunstmusik: Mit "Body and Soul" (2014) überraschte der Kammerchor mit einer Auswahl anspruchsvoller Arrangements aus Jazz und Spirituals.

Unter den derzeit etwa 40 Sängerinnen und Sängern des Chores befinden sich aktuelle und ehemalige Musikstudenten, aber auch zahlreiche Studierende und Lehrende anderer Fachbereiche sowie qualifizierte Sänger ohne unmittelbare Bindung an die Universität. Neben der anspruchsvollen a-cappella-Chormusik unterschiedlichster Epochen stehen regelmäßig auch größere vokal-instrumentale Werke auf dem Programm, so etwa Händels "Messiah", das selten zu hörende Requiem von Michael Haydn oder zuletzt die Marienvesper von Claudio Monteverdi. 

Der Erfolg der qualitätsorientierten Arbeit des Chores spiegelt sich auch in den Einladungen bedeutender Dortmunder Kulturträger wider: 2015 trat der Kammerchor im Rahmen des Klangvokal-Festivals mit dem armenischen Jazz-Pianisten Tigran Hamasyan auf, 2016 sang der Chor mit den Dortmunder Philharmonikern unter Leitung von GMD Gabriel Feltz Mendelssohns "Erste Walpurgisnacht" und 2017 waren die Frauenstimmen an der Aufführung von Mahlers 3. Sinfonie wiederum mit den Dortmunder Philharmonikern beteiligt.